Serendipity.
Ein schönes Wort, oder? Lasst es Euch auf der Zunge zergehen. Auf Deutsch klingt es leider nicht ansatzweise so faszinierend. Dennoch, die Serendipität war es, die mich auf das Thema meines heutigen Blog-Beitrags brachte.
Als ich beim gemütlichen Sonntags-Zusammensitzen mit Freunden in einer Chemnitzer Innenstadt-Lokalität gerade frisch mit Putenschnitzelburger befüllt einfach nur dem Gespräch lauschend dasaß, drang plötzlich folgendes Lied an mein Ohr.
Wer mich kennt oder wer nur diesen Blog kennt, der weiß, dass ich John Lennon... bewundere. Ich bin kein fanatischer Verehrer dieses Menschen, dazu habe ich zuviel auch über andere Facetten seiner Persönlichkeit gelesen, aber ich bin ein Träumer - und ist John Lennon nicht das Vorbild aller Träumer?
Als also Johns Stimme mich an diesem Wochenende wieder einmal so zu berühren vermochte, begann ich darüber nachzudenken, nach welchen Vorbildern ich eigentlich lebe und strebe. Es gibt einige Leute, die gerne von sich behaupten, tatsächlich nur nach ihrem eigenen Vorbild zu leben. Vielleicht sind ihnen ihre wahren Vorbilder auch einfach nicht bewusst.
Mein Opi hat mir vorgelebt, wie wichtig Lebensfreude ist, dass man immer und immer und immer kämpfen muss und sich niemals in ein Schicksal, welches man nicht will, ergeben darf und vor allem, wie schön es ist eine Familie zu haben.
Meine Eltern sind mir immer wieder Wegweiser, was Toleranz und Gerechtigkeit betrifft. Und sie zeigen mir, wie schön es ist, dem Leben mit einem Lachen zu begegnen.
Meine Freunde... ich hätte niemals vermutet, wie weitreichend meine Vorbilder sind... aber sie alle, die ich zu meinen Freunden zähle, haben etwas, für das ich sie bewundere. Sei es die Fähigkeit, auch mal über seinen eigenen Schatten springen zu können, den Mut am anderen Ende der Welt zu leben, die Kraft sein Leben ganz allein in die Hand zu nehmen oder auch der Ehrgeiz wirklich Karriere zu machen.
Vorbilder zeigen Wege, Ziele, Möglichkeiten auf. Jeder Mensch ist einzigartig und kein Mensch ist perfekt - aber von den meisten kann man etwas lernen. (Vielleicht sogar von allen? Ich bin mir noch nicht sicher.)
Ich habe also kein einziges Vorbild, ich habe viele. Und ich bin dankbar dafür, denn das ist etwas, was mich vorantreibt, wofür es sich zu leben lohnt.
So ihr Lieben, das war ein kurzer Ausflug in meine (durchaus sentimental angehauchte) Gedankenwelt. Wer sich nun nach der langen Wartezeit seit meinem letzten Blog-Eintrag ängstigt - ich schreibe innerlich bereits den nächsten Text. ;) Das Wochenende war sehr schön und voller Inspirationen, herzlichen Dank an alle Beteiligten. :-*
Küsse an Euch, meine lieben Leser und
Bis BALD!
Kommentare:
"Ich habe also kein einziges Vorbild, ich habe viele."
jup. geht mir auch so..
hast einen feinen text geschrieben *-:
Was machst Du, wenn Deine Familie stirbt? Schrecklicher Gedanke. Aber wofür lohnt es sich zu leben, wenn Dir das Wichtigste genommen wird? Wie das Leben genießen, wenn der Mensch den man liebt vor Deinen Augen stirbt? Das sind Fragen, die ich mir seit nun fast 2 Jahren jeden Tage stelle?
Deinen Eintrag finde ich dennoch sehr schön. Für mich ist er wie eine verblassende Erinnerung, eines früheren Ich's.
Liebe Grüße,
tami
Man sollte für diejenigen die gegangen sind mitleben. Noch intensiver als zuvor. Ich denke sie würden sich es wünschen, dass man lebt, es genießt und sie mit sich in Gedanken nimmt.
bea: hast einen schönen nachdenklichen text geschrieben :o)
knuddel
lisa
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